Ehehygiene

Der Begriff Hygiene weckt oft die Assoziation der Körperpflege, oder, wie im Fall der Ehehygiene, die der gründlichen Reinigung der Genitalien vor dem Geschlechtsverkehr. Das ist nicht falsch, da der Begriff tatsächlich häufig in diesem Kontext verwendet wird. Seit den fünfziger und sechziger Jahren wird ihm jedoch auch eine weitere Bedeutung zugeschrieben.
Nachdem Beate Uhse 1962 den ersten Schritt wagte und das Tabuthema ,Sex‘ zum Inhalt öffentlicher Diskussionen machte, äußerte die Gesellschaft ein immer größeres Interesse an Produkten zur Luststeigerung beim Geschlechtsverkehr. Besonders Eheleute, denen der Sex mit dem langjährigen Lebenspartner zu langweilig, oder unbefriedigend geworden war, suchten nach Hilfsmitteln, die abwechslungsreiche und aufregende Erlebnisse versprachen.

Möglicherweise ist es bei Ihnen selbst schon vorgekommen, dass Sie keine Lust auf den Geschlechtsverkehr mit Ihrem Partner verspürt haben, oder sich aber während dessen einen schöneren Zeitvertreib hätten vorstellen können. Abhilfe an dieser Stelle versprechen diverse Sexspielzeuge, wie Dildos, Vibratoren, oder Kondome mit ausgefallener Oberfläche. So soll der Spaß am Sex und auch das Interesse am Partner und am gemeinsamen Ausprobieren wieder in das gemeinsame Schlafzimmer einkehren.
Hinter der Bezeichnung Ehehygiene versteckt sich also nicht nur eine Definition für ,Sauberkeit‘, sondern auch ein Begriff für etwas viel Schöneres: die pure ,Sinnlichkeit‘.