Die ersten Sexshops

Ehehygiene hat entgegen dem eigentlichen Begriff von Hygiene nichts mit Waschmitteln, Shampoos, Mitteln zum Duschen oder anderen Hygieneartikeln zu tun. Hinter dem Begriff versteckt sich also nichts hygienisches, sondern vielmehr etwas sehr sinnliches. Der Begriff der Ehehygiene stammt aus der Zeit der Sechziger und Siebziger jahre des vergangenen Jahrhunderts. Es ist ein Begriff, der als Zusammenfassung oder als Sammelbegriff für Sexspielzeug galt. Zu Beginn der sechziger Jahre gab es nämlich noch keine Sexshops. Der erste dieser Sorte von der Firmenkette Beate Uhse wurde erst im Jahr 1962 n Deutschland eröffnet. Vorher wurden die kleinen Helfer für die schönste Sache der Welt über Anzeigen in zeitschriften angeboten.

Zuerst konnte man nur Kondome erwerben. Später wurde das Sortiment mit den ersten Ratgebern und den ersten Vibratoren aufgefüllt. Ehehygiene ist somit eine Art legitimierter Begriff, unter dem viele Menschen nach Informationen und Hilfsmitteln zum Thema Sex suchen. Auch heute noch findet man in den gängigen Überblicksheften wie den Gelben Seiten vergeblich nach Adressen von Sexshops. In solchen Informationsbroschüren kommen auch heute noch die Begriffe Ehehygiene oder Hilfsmittel zum Einsatz. Ergänzend dazu sollte man sich vor Augen halten, dass es heutzutage in Deutschland etwa 1200 solcher Sexshops gibt. Das Thema scheint jedoch noch immer nicht von der Öffentlichkeit akzeptiert zu sein.